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Das Risiko eines Stromausfalls

Auch in Deutschland kommt es, trotz des im internationalen Vergleich sehr zuverlässigen Stromnetzes, immer wieder zu Stromausfällen.
Da sich unser Stromnetz durch die Energiewende derzeit massiv wandelt und sich besonders in den nächsten Jahren völlig neuen technischen Anforderungen stellen muss, lohnt sich der Blick auf die Versorgungssicherheit.

 

Stromnetz im Wandel


Bedingt durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und den verstärkten Rückbau der Erzeugungskapazitäten von Kohle und Kernkraft, hat sich die Charakteristik des deutschen Stromnetzes in den vergangenen Jahren bereits stark gewandelt.
Während Kohle- und Kernkraftwerke unabhängig von äußeren Gegebenheiten wie dem Wetter betrieben werden können, sind Solaranlagen und Windkrafträder eben von diesen abhängig.
Falls also besonders wenig Sonnenlicht und Windenergie zur Verfügung stehen und gleichzeitig die Belastung des Netzes durch elektrische Verbraucher steigt, fehlen, vereinfacht ausgedrückt, die Erzeugungskapazitäten der vom Netz genommenen Kohle- und Kernkraftwerke und Bürgern ohne Notstromaggregat droht der „Blackout“.

Stromausfälle in Deutschland

In der Praxis ist es jedoch bisher zu keinem signifikanten Anstieg der Stromausfälle in Deutschland gekommen (1). Da die noch vorhandenen fossilen Kraftwerke auf Anfrage der Übertragungsnetzbetreiber in der Regel Reserveleistungen mobilisieren und somit einen Leistungsmangel im Netz vor dessen Zusammenbruch kompensieren können, ließen sich die kaum vorhersehbaren Engpässe auf Seiten der Erneuerbaren Energien bisher noch relativ zuverlässig kompensieren.
Dass die genannte Problematik in den vergangenen Jahren jedoch mehr und mehr an Aktualität gewinnt, zeigt beispielsweise die Versorgungssituation im Juni 2019, in welchem es gleich an mehreren Tagen zu einer massiven Unterversorgung im deutschen Stromnetz kam. Die Übertragungsnetzbetreiber hatten zu diesen Zeitpunkten keinen Zugriff aus ausreichende Reserveleistungen aus konventionellen Kraftwerken und ein Blackout konnte nur knapp durch den Zukauf von Energie aus dem Ausland abgewehrt werden (2).

Durch den zumindest grob umrissenen Fahrplan der Bundesregierung bezüglich der Energiewende, ist bereits heute sicher, dass der Ausbau von erneuerbaren Energieträgern in den nächsten Jahren weiter stark voranschreiten und somit auch die Problematik der Versorgungssicherheit noch relevanter werden wird.
So wurde 2020 das „Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze (Kohleausstiegsgesetz)“ verabschiedet, welches vorsieht, die Erzeugungskapazitäten der am deutschen Stromnetz angeschlossenen Stein- und Braunkohlekraftwerke sukzessive bis spätestens zum Ablauf des Kalenderjahres 2038 komplett abzubauen (3).
Zusätzlich wurde in einer Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes festgelegt, dass erneuerbare Energien im Jahr 2030 einen Anteil vom 65% am deutschen Strommix haben sollen (4).
Der damit einhergehende Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen wird folglich eine große Herausforderung an die Netzbetreiber stellen, welche gleichzeitig immer weniger Reserveleistungen von den abzuschaltenden Kohlekraftwerken zum Ausgleich zur Verfügung haben werden.

 


Versorgungssicherheit als neue Herausforderung


Besorgniserregend ist dabei, dass es kein klares Konzept zur Bewahrung der Versorgungssicherheit gibt. Während manche Stimmen in der Industrie den Lösungsansatz im Ausbau von Gaskraftwerken sehen, um bei Bedarf schnell Reserveleistungen mobilisieren zu können, besteht die bisher einzige Maßnahme welche auch großflächig realisiert wird in der Anwendung „Intelligenter Stromzähler“.
Diese sind im Niederspannungsnetz für private und gewerbliche Neubauten verpflichtend und müssen seit 2020 nachgerüstet werden, falls Photovoltaikanlagen betrieben werden oder ein bestimmter Mindestverbrauch vorliegt. Diese „Intelligenten Stromzähler“ (oder auch „Smart Meter“) kommunizieren digital mit dem jeweiligen Messstellenbetreiber und bieten diesem somit die Möglichkeit bei einer drohenden Unterversorgung gezielt Maßnahmen zu ergreifen, indem beispielsweise unkritische Verbraucher kurzzeitig mit weniger Leistung versorgt werden (4).

Zwar lässt sich durch die Einführung solcher intelligenten Mechanismen dem Verlust der Versorgungssicherheit durch Unterversorgung zumindest zu einem gewissen Anteil vorbeugen, jedoch birgt die damit einhergehende Digitalisierung auch ihre Tücken.
Beispielsweise wurde das Stromnetz der Ukraine im Dezember 2015 Ziel eines Hackerangriffs auf mehrere Umspannwerke und Schaltanlagen wodurch es über viele Stunden hinweg zu großflächigen Stromausfällen kam (5). Dass solche Szenarien auch das deutsche Stromnetz gefährden, verdeutlichte bereits das Bekanntwerden der Befürchtung des Bundesministeriums für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), welches von einer akuten Gefahr von Hackerangriffen auf die deutsche Energieversorgung ausgeht und einen deutlichen Anstieg an Cyberattacken verzeichnete (6).

Der Ernst der Lage lässt sich zudem darin erkennen, dass das Bundesinnenministerium (BMI) Ende 2019 das Technische Hilfswerk mit einem Budget von über 33 Million Euro ausstattete, um dessen Ortsverbände mit Notstromaggregaten für den Fall eines Hackerangriffs auf die Energieinfrastruktur zu wappnen. Dies bietet den Privathaushalten zwar keine Versorgungssicherheit, soll aber zumindest dazu beitragen, die nötigsten Funktionen der Daseinsvorsorge (z.B. medizinische oder öffentliche Einrichtungen, Feuerwehr, etc.) aufrechterhalten zu können.
Ebenso erhielt das Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein Budget von über 35 Million Euro um deren Konzept zur zivilen Verteidigung der neuen Bedrohungslage anpassen zu können (7).
Da dieses Konzept jedoch lediglich auf die autarke Unterbringung und Versorgung von 5000 Personen ausgelegt ist, stellt sich die berechtigte Frage, ob Bürger auf die Präventionsmaßnahmen der Bundesregierung vertrauen oder beispielsweise durch die Anschaffung einer eigenen Notstromversorgung ihre Sicherheit selbst in die Hand nehmen sollten.

Ihr Team von Generatorgermany.com

 

Quellen: 

1:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/Versorgungsunterbrechungen/Auswertung_Strom/Versorgungsunterbrech_Strom_node.html


2:
https://www.iwr.de/news/bundesnetzagentur-ermittelt-wegen-beinahe-blackout-gegen-stromversorger-news36377#:~:text=Bonn%20%E2%80%93%20Im%20Juni%202019%20ist,Pflichtverletzungen%20gegen%20sechs%20Stromversorger%20eingeleitet.

3:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/kohleausstiegsgesetz-1716678

4:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Service/kohleausstiegsgesetz.html

5:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-mehr/ukrainischer-stromausfall-war-ein-hacker-angriff-14005472.html

6:
https://www.zeit.de/digital/2019-02/hackerangriffe-infrastruktur-stromnetz-bundesagentur

7:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/panik-bei-stromausfall-groko-bereitet-sich-auf-mega-blackout-vor-66431840.bild.html

 

 

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